Mittwoch, 19. November 2014

Oh Sugar, lalalala ... ohooo honey, honey! Erythrit-Stevia im Test.



Bist du ein Sugar-Junkie? Ich war einer, habe aber mein Zuckerbedarf erfolgreich reduzieren können. Und doch weiß ich das weniger noch besser wäre. 
Aber Zucker in Kaffee, oder in einem Kuchen ... das muss für mich einfach sein!

Ja, es gibt viel Zucker-Ersatz und ich habe auch schon viel probiert, und wieder bleiben lassen.
Stevia war so eine Phase: ich habe Stevia-Blätter gekauft und in mein Tee mitziehen lassen, ich habe das Pulver in mein Backwerk geschmuggelt und die Flüssigkeit in Desserts getröpfelt. 
Resultat? Mein Mülleinmer war in der Woche gut gefüllt. Es hat nicht nur nicht geschmeckt, es war einfach grässlich! Das Menschen sich so etwas freiwillig antun versteh ich nicht. 

Aber OK, der Gesundheitswahn siegte auch bei mir und ich probierte weiter: Sucralose war der nächste Renner. Eine kleine Pille in meine Kaffee und der wurde sehr süß. Nach eine Woche hatte ich mich dran gewohnt und so zog die Sucralose bei mir ein.

Bis ich las (HIER) das Sucralose doch Nebenwirkungen hat und gar nicht so unbedenklich sei.  Und so landete auch mein Sucralose Behälter in de vuilnis
Vuilnis ist echt ein tolles Wort, hatten wir glaube ich noch nicht! Müll eben.

Als ich vor kurzem dann die Facebookseite von No Sugar Sugar entdeckte, war ich vorsichtig interessiert und wollte gerne mal testen wie die Produkte so sind.
Die Stichworte "natürlich", "Energielieferant", "Glykämischer Index 0" fingen meine Aufmerksamkeit ein.


Bei den Produkten von No Sugar Sugar handelt es sich um Zuckeraustauschstoffe und keine Süßstoffe, wie sie auf der Homepage der Firma klargestellt wird. 

Der Unterschied? "Xylit, Erytrit und Maltit sind sgn. Zuckeralkohole die – anders als Süßstoffe – Energielieferanten sind." 
 Hmm, ich lasse das einfach mal so stehen weil ich mich sowieso nicht damit auskenne.

Gehen wir erstmal in die Küche und backen mit dem Erythrit-Stevia von No Sugar Sugar, dann kann ich später mehr dazu sagen.
Ich habe als Test ein leichter Yoghurt-Zitronenkuchen gebacken, nach einem beliebten französischen Rezept, und mich inspirieren lassen von dem Kuchen aus Mailys' Blog: "Wenn die Kochtöpfe reden".
Außerdem backte ich mein beliebtesten Thermomixkuchen: der schneller Käsekuchen.

Los gehts mit dem Yoghurt-Zitronenkuchen

Dieser Kuchen ist ein Französischer Favorit: leicht, mit wenig Fett, und ein frischer Geschmack durch den Yoghurt und die Zitrone. Er ist schnell gemacht und gebacken und sollte ganz frisch gegessen werden.

Du brauchst: 200g Yoghurt (Vollfett)// 300g Weizenmehl // 1 Päckchen Weinstein Backpulver // 160g Erythrit-Stevia von No Sugar Sugar // 3 Eier (150g) // 100g Neutrales Öl // Saft und Abrieb 1 Bio-Zitrone // 1 Prise Salz



1. Alle Zutaten nach einander im Mixtopf einwiegen, die Zitrone reiben (aufpassen: nur die gelbe Schale!) danach auspressen und den Saft zufügen. Auf Stufe 5 in 20 Sekunden alles zu einem homogenen Teig mixen.
2. Den Teig in einen vorbereiteten Springform gießen (mit einem Backpapier ausgelegt) und im Backofen auf 180 Grad in etwa 40-50 Minuten hellgelb backen. Stäbchenprobe machen nach 40 Minuten. Falls der Kuchen zu schnell dunkel wird, abdecken mit einem Stück Alufolie.


Und das Ergebnis?  Das Erythrit-Stevia ist sehr einfach zu nutzen: es sieht genau so aus wie den üblichen Haushaltszucker und sollte eigentlich 1:1 ausgetauscht werden.
Ich habe trotzdem den im Rezept vorgesehene 200g - 250g Zucker ersetzt durch nur 160g Erythrit-Stevia. 
Erstens finde ich es damit süß genug, zweitens schmeckt es besser.

Aha! Also doch ein Nachgeschmack? Jein. Ich habe mit Absicht ein Kuchen mit wenig Zutaten gewählt, damit man die einzelnen Zutaten gut rausschmecken kann.
Der Kuchen wurde von 6 verschiedene Leute gegessen und beurteilt. Alle, bis auf 2 meinten das er ausgezeichnet schmeckt. Keiner wußte das ich ein Ersatz-Zucker benutzt hatte.

2 Menschen (und ich selber) schmeckten allerdings ein leicht bitterer Nachgeschmack auf dem Gaumen. Nichts auffälliges aber. 

Was der Konsistenz betrift lässt sich den Zucker-Ersatz prima verarbeiten und verändert wohl nichts am Backergebnis. 
Weil es ein ganz schlichter Kuchen ist, schmeckt er meiner Meinung nach erst so richtig gut mit eine Klacks Sahne (jaaa, auch mit Erythrit-Stevia gesüßt, das schmeckt prima!) und meine hausgemachte Pfirsichmarmelade.

Lekker!

Eine Woche später war mein beliebter schneller Käsekuchen an der Reihe. Auch da habe ich nur den Zucker durch Erythrit-Stevia ersetzt. Das Rezept gibt es schon im Blog, HIER findest du es. 


Jetzt gab es aber einige Auffälligkeiten: ich musste erheblich mehr Butter zufügen um ein Teig von gute Konsistenz zu bekommen: 60g mehr! Statt 150g Butter hatte ich also 210g.
Mit der ursprüngliche Menge kamen nur sehr "trockene" Streusel zustande, die nicht genug "klebten".
Das kann ich nur der Zufügung vom Erythrit-Stevia zuschreiben, weil ich sonst alles gemacht habe wie immer.

Nach der Zufügung von mehr Butter ging es aber prima, der Teig ließ sich wunderbar im Springform zu einem Boden drücken und die restliche Streusel kamen oben drauf.



Das Ergebnis ließ sich sehen! Der Kuchen ließ sich auch wunderbar anschneiden.
Der Geschmacktest? Jetzt gab es viel mehr Komponenten in dem Teig und ich muss sagen: ich habe den Austausch-Zucker eigentlich kaum rausgeschmeckt.

Nur in den Streusel oben auf dem Kuchen gab es wieder einen ganz leichten Nachgeschmack, aber wirklich kaum der Rede wert.

Auch von der Konsistenz war der Kuchen gut. Die Streusel waren etwas knuspriger wie sonst, das schreibe ich auch dem Erythrit-Stevia zu. Das störte aber nicht.



Mein Fazit: ich habe den Erythrit-Stevia in vielen verschiedenen Variationen getestet.

In meinem Milchkaffee gerührt, finde ich schmeckt der Austausch-Zucker prima! Ich habe kein Unterschied zum normalen Zucker festgestellt, das liegt aber vielleicht auch daran das ich sowieso nur ein halbes Löffelchen nehme.

In Desserts wie Quark-Früchte oder Milchreis macht sich den Austausch-Zucker auch gut.
Beim Backen sind die Resultate gut. Ich denke das man schon auf die Konsistenz achten sollte und eventuell die Rezepte daraufhin etwas anpassen muss.

Im Allgemeinen würde ich sagen: lieber weniger dosieren als Zucker, also nicht 1:1 sondern 0,5 :1. Mir ist aber sehr bewusst das dieses aber mein persönlicher Geschmack entspricht!

Ich war auf jeden Fall vom Geschmack her schon mal überzeugt.  Das Erythrit-Stevia von No Sugar Sugar ist eine echte Alternative.
Ich denke das vor allem menschen die sich Lowcarb ernähren davon profitieren können.

Und ist dieses Erythrit-Stevia auch so unbedenklich? Ich habe nichts gegenteiliges gefunden.
Erythrit als Zuckeralkohol wird wohl vom Körper nicht als Zucker verwertet und lässt den Insulinspiegel nicht ansteigen.
Lediglich Blähungen und Durchfall könten sich bemerkbar machen wenn man es in größere Mengen konsumiert.
Ich persönlich habe allerdings bemerkt das ich auch nach 1 Stück Kuchen Blähungen bekommen habe. In der Kaffee macht mir den Austauschstoff nichts aus.
Es kommt wohl auf die Menge an.

Xylitol, Erythrit, Stevia: sie sind alle annehmbare Alternativen für diejenigen die auf der Suche sind nach Austausch und Ersatz vom Zucker. In Maßen konsumiert sind sie auch eine wirkliche Alternative. Ich kann das Produkt Eryhrit-Stevia von No Sugar Sugar auf jeden Fall dafür empfehlen.

Noch etwas zu den Kosten: in Vergleich zu Zucker kostet dieses Produkt viel mehr, 12,80€ für ein Kg von dem weißen Pulver ist beachtlich! Das ist aber nicht anders mit Süßmittel wie Honig, Ahornsirup, Agavensaft oder Kokosblütenzucker. Alle diese alternative Süßmittel haben ihren Preis.

Wichtig ist: weniger süß essen, dann braucht man auch nicht viel davon!
Viel Spaß beim ausprobieren!



Kommentare:

  1. Hallo Joan! Ich backe auch ab und an ohne Zucker, mal Trauben-Zucker, mal Stevia, mal Honig, mal eine Mischung... es scheint zu funktionieren :-) Du hast schon Recht, wenn man sich von viel Zucker entwöhnt, dann wird man nicht so süchtig. Zum Testen!

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  2. Ja, so ist das Mailys! Und danke nochmals für dein leckeres Rezept! LG Joan

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